Bonusbedingungen nachrechnen

Bonusbedingungen: Umsatzfaktor und Frist nachrechnen

Diese Seite rechnet Bonusangebote durch, statt sie anzupreisen. Eine Zahl des Anbieters steht hier nicht: Seine Seite verweigert von hier den Zugang mit einer knappen Meldung, ohne einen Grund zu nennen. Im Umlauf sind zwei Versionen Dritter — 3.000 Euro mit 350 Freispielen auf zwei Seiten und 100 Prozent bis 500 Euro mit 200 Freispielen auf einer dritten, genau die Zahl, die früher auf dieser Seite stand. Einen Umsatzfaktor nennt keine von ihnen. Was ein solches Angebot kostet, lässt sich trotzdem ausrechnen, und genau das steht unten.

Die vier Angaben, die den Preis bestimmen

Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Tauschgeschäft: Guthaben gegen eine Umsatzverpflichtung. Was es kostet, ergibt sich aus vier Angaben — fehlt eine davon, lässt sich der Preis nicht ausrechnen, und das allein ist ein Grund, das Angebot liegen zu lassen.

  1. Umsatzfaktor — wie oft der Betrag gesetzt werden muss.
  2. Bezugsbetrag — ob der Faktor auf den Bonus, auf die Einzahlung oder auf die Summe aus beiden wirkt.
  3. Spielanteile — mit welchem Prozentsatz ein Spiel zum Umsatz beiträgt.
  4. Frist — bis wann der Umsatz erfüllt sein muss.

Der Rechenweg an einem Beispiel

Angenommen, ein Angebot verdoppelt eine Einzahlung von 100 Einheiten, der Umsatzfaktor ist 35 und er wirkt auf Bonus plus Einzahlung. Dann sind 200 × 35 = 7.000 Einheiten zu setzen. Wirkt derselbe Faktor nur auf den Bonus, sind es 3.500 — die Hälfte, bei identischem Werbetext. Genau an dieser Stelle unterscheiden sich zwei Angebote, die gleich aussehen.

Der zweite Schritt ist der Hausvorteil. Er wirkt auf den gesetzten Betrag, nicht auf die Einzahlung. Bei 7.000 Einheiten Umsatz und einer Auszahlungsquote von 96 Prozent beträgt der statistische Verlust auf dem Weg 7.000 × 0,04 = 280 Einheiten. Das ist der Preis des Bonus in derselben Einheit wie der Bonus selbst — und damit die Zahl, die sich mit dem Bonusbetrag vergleichen lässt.

FaktorBezugZu setzenErwarteter Verlust bei 96 %
25nur Bonus (100)2.500100
35nur Bonus (100)3.500140
35Bonus + Einzahlung (200)7.000280
45Bonus + Einzahlung (200)9.000360

Die Einheiten bleiben hier absichtlich abstrakt: Welche Währung und welche Beträge beim Anbieter gelten, veröffentlicht er nicht. Der Rechenweg bleibt derselbe, sobald die Zahl aus den Aktionsbedingungen eingesetzt wird.

Spielanteile: warum ein Tisch den Umsatz nicht abbaut

Nahezu alle Bedingungen gewichten Spiele unterschiedlich. Üblich sind 100 Prozent für Automaten und ein kleiner Anteil oder null für Tischspiele und Live-Tische. Ein Einsatz von 10 Einheiten an einem Tisch mit 10 Prozent Anteil baut also 1 Einheit Umsatz ab. Wer die Gewichtung nicht liest, spielt den Umsatz unter Umständen überhaupt nicht herunter.

Der Maximaleinsatz während des Umsatzes

Fast jede Bonusbedingung begrenzt den Einsatz pro Runde, solange eine Umsatzverpflichtung offen ist. Ein einziger Einsatz über dieser Grenze reicht in der Regel, um Bonus und Gewinn daraus zu verlieren — nicht als Strafe, sondern als Bedingungsbruch. Das ist die häufigste Ursache dafür, dass ein erfüllter Umsatz am Ende nicht anerkannt wird.

Freispiele: nicht die Anzahl zählt

Bei Freispielen sind drei Angaben wichtiger als die Anzahl: der Einsatzwert je Spin, der Umsatzfaktor auf den Gewinn aus den Spins und eine mögliche Obergrenze für diesen Gewinn. Fünfzig Spins zu niedrigem Einsatzwert sind weniger wert als zwanzig zu hohem; ein Faktor von 40 auf den Gewinn kann den Unterschied wieder aufheben; und eine Obergrenze kappt alles, was darüber liegt.

Cashback und Boni ohne Einzahlung

Cashback ist der einzige Bonustyp, dessen Wert sich ohne Umsatzrechnung angeben lässt — aber nur, wenn zwei Dinge dabeistehen: ob er auf Nettoverlust oder auf Umsatz gerechnet wird und ob er als Echtgeld oder als Bonusguthaben ausgezahlt wird. Als Echtgeld ohne Umsatz ist er genau so viel wert, wie er groß ist; als Bonusguthaben mit Faktor gilt wieder die Rechnung von oben.

Boni ohne Einzahlung tragen fast immer einen hohen Faktor und eine niedrige Gewinnobergrenze. Beides zusammen führt dazu, dass der auszahlbare Betrag kleiner ist als der Bonus — das ist kein Fehler im Angebot, sondern seine Funktionsweise.

Was vor dem Annehmen zu prüfen ist

  • Steht der Umsatzfaktor samt Bezugsbetrag in den Bedingungen?
  • Welche Spiele zählen zu wie viel Prozent?
  • Wie lang ist die Frist, und läuft sie ab Einzahlung oder ab Aktivierung?
  • Wie hoch ist der Maximaleinsatz während des Umsatzes?
  • Gibt es eine Obergrenze für den auszahlbaren Gewinn?

Ein Angebot, bei dem eine dieser fünf Antworten nicht öffentlich steht, lässt sich nicht bewerten. Welche Lizenz der Anbieter angibt und was sich davon bestätigen lässt, steht auf der Lizenzseite; welche Tipps sich nachrechnen lassen, zeigen die Tipps.

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